Erhard Schütz
Start ins neue Jahr
09.01.2015 18:59:13

Einstweilen zu vermelden habe ich als Start ins Jahr 2015 - nebst den besten Wünschen für dasselbe – die folgenden Vorhaben:

- Moderation der Lesung von Florian Werner aus Helium und Katzengold (Nagel u. Kimche 2014). Im Literaturforum im Brecht-Haus, Chausseestr. 1215, am 20. Januar um 20 Uhr.

Entscheidungshilfe: „Florian Werner, Jg. 1971, ist ein Multitalent. Er ist promovierter Literaturwissenschaftler, macht Musik (Fön), schreibt Erzählungen und hat eine Reihe ebenso kluger wie witziger Sachbücher geschrieben, vielfach übersetzt und preisgekrönt. Z. B. 2009 das unvergeßliche Die Kuh. Wesen, Werk und Wirkung. Sein jüngstes Buch, Helium und Katzengold, nun macht aus den 92 Elementen, aus denen unsere physische Welt zusammengesetzt ist, ebensoviele kleine Geschichten, mal lustig, mal abgründig, jede aber für sich ebenso verblüffend wie erhellend!"

- Gespräch mit Lorenz Jäger (FAZ) in der Villa Metzler in Frankfurt a. M. am 22. Januar um 19 Uhr, über sich und seine jüngste Publikation Beschädigte Schönheit. Eine Ästhetik des Handicaps (zu Klampen 2014).

Entscheidungshilfe: „Lorenz Jäger ist einer der brillantesten Köpfe der daran nicht armen FAZ, zugleich ein scharfsinniger Buchautor, der sich u.a. Themen wie dem jüdischen politischen Messianismus, der Kulturgeschichte des Hakenkreuzes, dem Freimaurertum und der intellektuellen Faszination des Katholizismus gewidmet hat. Seine jüngst erschienene Publikation Beschädigte Schönheit. Eine Ästhetik des Handicaps gibt Anlaß und Möglichkeit, einen höchst eigenständigen politisch-ästhetischen Denker kennenzulernen, der Signaturen unserer Gegenwart markant profiliert."

- Moderation der Lesung von Güner Yasemin Balci aus Aliyas Flucht oder Die gefährliche Reise in ein neues Leben (S. Fischer 2014). Im Literaturforum im Brecht-Haus, Chausseestr. 1215, am 3. März um 20 Uhr.

Entscheidungshilfe: „Güner Yasemin Balci ist in Neukölln als Kind von türkischen Arbeitsmigranten aufgewachsen. Sie hat Erziehungs- und Literaturwissenschaften studiert und war, bevor sie 2009 freie Autorin wurde, Journalistin beim ZDF. Seit ihren sehr erfolgreichen Büchern Arabboy und ArabQueen gehört ihr Engagement der Befreiung islamischer Mädchen aus den unerträglichen, religiös verbrämten, familialen und Clan-Zwängen. Ihr jüngstes Buch Aliyas Flucht dokumentiert auf höchst eindrückliche Weise die unfaßbaren Schwierigkeiten, aber auch die Hoffnungen, den jungen Frauen ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen."

Vorausschauend: Anfang März wird eine Neuauflage von Annemarie Webers Roter Winter bei Aviva erscheinen. Dazu habe ich das Nachwort geschrieben. Der Roman erschien erstmals 1969 und ist nicht nur ein hochinteressantes Zeitdokument des Aufruhr-Jahres 1968 in Berlin, sondern in der Prägnanz seiner Beobachtungen und der Gewitztheit seiner Dialoge zugleich ein höchst bemerkenswertes Stück Literatur!

 




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